Schneider Oenologie

Volker Schneider

Schneider Oenologie

     

Aktuell

pH-Wert und pH-Fetisch
In: Die Winzer-Zeitschrift 09/2020, 33-35.
Der pH-Wert ist wichtig und rückt zunehmend in den Vordergrund önologischer Betrachtungen. Niedrige pH-Werte vermitteln ein Gefühl der Sicherheit und können gezielt durch Säuerung herbeigeführt werden. Dabei wird oft übertrieben derart, dass sich die geschmacklichen Ergebnisse einer einseitigen Fixierung auf diesen Zahlenwert unterordnen müssen. Entscheidend ist, was ein hoher oder ein niedriger pH-Wert ist. Interessanterweise sind die pH-Werte in säurearmen Mosten heißer Jahrgänge unter dem Zeichen des Klimawandels nicht wesentlich höher als im vergangenen Jahrhundert. Dieser Artikel erklärt die Ursache und auf welchem Weg der sogenannte pH-Fetisch seinen Weg in die deutschsprachigen Anbaugebiete gefunden hat.
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Präzise Bestimmung von Gerbstoffen in Weißwein – Technische Konsequenzen
In: Das Deutsche Weinmagazin 16-17/2020, 50-53.
Die langjährige Anwendung einer sehr spezifschen und robusten Methode zur Bestimmung gerbender Phenole in Weißweinen ergab einen weitreichenden Einblick in den Zusammenhang zwischen tatsächlichen Gerbstoffen und Sensorik. Sie lieferte umfangreiches Datenmaterial über den Einfluss verschiedener Vinifikationsverfahren auf den Gerbstoff-Eintrag aus dem Lesegut. Da entgegen der Erwartungshaltung Gerbstoffe bereits im Pulpsaft der Trauben gelöst sind, genügt eine schonende Traubenverarbeitung allein nicht zur Erzielung gerbstoffarmer Weißweine. Wichtig ist, dass aus der leider immer noch angewandten Bestimmung des Gesamtphenolgehaltes keine Aussage über den Gehalt an gerbenden Phenolen in Weißwein abgeleitet werden kann.
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Mineralität: Fakten, Mythen und Spekulationen zu einem sensorischen Schlagwort              
In: Die Winzer-Zeitschrift 04/2015, 39-41.
Die Mineralität oder Mineralik ist zu einem inflationiär gebrauchten Begriff in der Weinbeschreibung verkommen, der auf unterschiedliche geschmackliche und geruchliche Sinneseindrücke angewandt wird. Über seine exakte Bedeutung gehen die Meinungen weit auseinander. Über die stoffliche Zusammensetzung als mineralisch charakterisierter Weine ist kaum etwas bekannt. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien aus der ganzen Welt zu diesem Begriff zusammen, um aus den wenigen Fakten und zahlreichen Spekulationen zu einer Bestandsaufnahme zu kommen.                               
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Orange Wine: Tannine im Fokus – Extraktion von Tannin während der Maischestandzeit weißer Trauben.
In: Das Deutsche Weinmagazin 10 / 2018: 28-31.
Orange Weine sind ein Nischenprodukt, welches Anlass zu äußerst kontroversen und emotional überladenen Diskussionen gibt. Indessen sind fast keine önologischen Fakten zu diesen Weinen bekannt. Fest steht nur, dass ihnen ihre Vergärung auf der Maische einschließlich einer Nachmazeration über mehrere Wochen oder Monate zu Tanningehalten verhilft, welche sie geschmacklich den Rotweinen annähern. Sie müssen nicht unbedingt Naturweine, sondern können auch mikrobiologisch sauber sein. Unter diesen Bedingungen unterscheiden sie sich im Wesentlichen durch variable Tanningehalte und die daraus resultierende Adstrigens. Die Dauer der Maischestandzeit ist entscheidend.
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Schneider – Oenologie

Volker Schneider
Rupertusweg 16
55413 Weiler bei Bingen
Germany

E-Mail: schneider.oenologie@gmail.com

Telefon: (+49) 6721 34744

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Was ich kann:

Wein, exakte Naturwissenschaften und sonst eigentlich nichts.

Was ich garantiert nicht kann:

Schwätzen, Esoterik, Politik.